Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 17.06.2020:

Grüner Weg ist ab sofort Einbahnstraße

Verringerung der Fahrbahnbreite führt zu Veränderung

Im Zuge der Maßnahmen zum Freiraumentwicklungskonzept wurde nicht nur der Ein-mündungsbereich der Frankfurter Straße zum Grünen Weg neugestaltet. Vielmehr erhielt auch der Grüne Weg selbst eine Neugestaltung der Fahrbahn sowie einen Platz, der die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich steigern soll. Da sich dadurch die Fahrbahnbreite verringert, ist ein Zweirichtungsverkehr nicht mehr möglich. Ab sofort ist der Grüne Weg daher eine Einbahnstraße in Richtung Christuskirche, also von der Frankfurter Straße kommend. Fahrradfahrer dürfen hier jedoch weiterhin auch entgegen der Einbahnstraßenrichtung fahren.

„Das Ziel des Freiraumentwicklungskonzeptes ist es, die Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Straße und den Stichwegen sowie an der Nidda zu erhöhen. Hierfür werden in Einmündungsbereichen neue Plätze geschaffen, wie zum Beispiel am Grünen Weg. In diesem Bereich ist dadurch die Fahrbahnbreite deutlich geringer als zuvor, weshalb mit der Maßnahme auch eine verkehrliche Änderung einhergehen muss“, erklärt hierzu Erster Stadtrat Sebastian Wysocki. Fortan wird man nur noch von der Frankfurter Straße auf den Grünen Weg abbiegen und in Richtung Christuskirche fahren können. 

Von Seiten der Stadt war der Begegnungsverkehr im Platzbereich an der Einmündung der Frankfurter Straße zum Grünen Weg im Zuge der Neuanlage nicht mehr gewollt, um insbesondere die Verkehrssicherheit der Fußgänger nicht zu gefährden.

„Die Änderung betrifft vor allem die Anwohner, die in dem Teil wohnen, der nun zur Ein-bahnstraße wird. Alle anderen Anwohner des Grünen Wegs konnten durch die hier geltenden Fahrtrichtungsvorgaben ohnehin nur über den Erzweg fahren“, weist Wysocki darauf hin, dass sich die grundsätzliche Verkehrsführung nur für einen Teil der Anwohner ändert.

Bei der Stadt Bad Vilbel gehe man aber auch davon aus, dass dies zu einer Verringerung des Verkehrs in diesem Teil führen wird, was der Aufenthaltsqualität sicherlich zuträglich sein werde. „Auch wenn jede Änderung im Straßenverkehr zunächst Zeit braucht, damit sich alle Beteiligten daran gewöhnen, gehen wir davon aus, dass diese Änderung keine allzu großen Einschränkungen nach sich ziehen wird“, so Wysocki abschließend.

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 02.04.2020:

Vollsperrung der Frankfurter Straße wird vorgezogen

Vom 14. bis 25. April Vollsperrung im Bereich Grüner Weg

Derzeit wird an vielen Stellen der Frankfurter Straße am Freirauentwicklungskonzept gearbeitet. An der Baugasse entsteht ein neuer Platz. Ebenfalls wird an der Einmündung zum Grünen Weg ein Platz entstehen. Die Straße selbst sowie die Schützenhofstraße werden zudem neu gepflastert. Um den Bauprozess nun weiter voranzutreiben, wird die Frankfurter Straße im Bereich des Grünen Wegs zwischen dem 14. und dem 25. April voll gesperrt. In Teilen wird dafür die Einbahnstraßenregelung aufgehoben.

„Mit der ausführenden Baufirma konnten wir eine Regelung finden, die den Anwohnern und Gewerbetreibenden in der Frankfurter Straße entgegenkommen wird. Um die Belastungen hier so gering wie möglich zu halten, ziehen wir die geplante Vollsperrung des Bereichs vor, da derzeit ohnehin entsprechende Einschränkungen verordnet sind“, erklärt Erster Stadtrat Sebastian Wysocki, der sich bei der ausführenden Firma bedankt, dass sie diesem Wunsch der Stadt nachkommt. Das gesamte Freiraumentwicklungskonzept komme gut voran. Man sehe in weiten Teilen bereits jetzt, wie schön der gesamte innenstädtische Bereich einmal aussehen wird. „Es ist bereits deutlich zu erahnen, wie hoch die Aufenthaltsqualität hier sein wird, wenn die Gesamtmaßnahme abgeschlossen ist“, freut sich Wysocki über den Fortschritt.

Der Grüne Weg ist bereits in großen Teilen neu gepflastert. Man sieht schon jetzt, wie die Stichstraßen zur Frankfurter Straße einmal aussehen werden. Da hier ein neuer Platz entsteht und die Pflasterung in diesem Einmündungs- und Straßenbereich durch ein spezielles Verfahren getätigt werden muss, bedarf es einer Vollsperrung. Sogenannter Drainbeton muss unter der Pflasterung ausgebracht werden. Dieser benötigt Trockenzeit, weshalb eine Sperrung notwendig wird. „Zuvor müssen wir noch den jetzigen Fahrbahnbestand entfernen, da der Zustand so nicht länger haltbar gewesen wäre“, erläutert der Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer, die technischen Details.

Um den Verkehr auf der Frankfurter Straße für Anlieger und Anrainer zu gewährleisten wird die Einbahnstraßenregelung zwischen der Albanusstraße und dem Baufeld sowie zwischen dem Baufeld und dem Erzweg für die Dauer der Vollsperrung aufgehoben. Im Bereich zwischen der Albanusstraße und dem Wasserweg wird der Verkehr durch eine mobile Lichtsignalanlage geregelt. „Durch die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung während der Vollsperrung wird die Frankfurter Straße in den genannten Bereichen beidseitig befahrbar. Damit gewährleisten wir auch, dass die Zufahrt zur Tiefgarage am Niddaplatz jederzeit möglich ist“, beschreibt Wysocki die verkehrlichen Folgen der Maßnahme. Während der Vollsperrung gilt weiterhin das Durchfahrtsverbot für LKWs in der Frankfurter Straße. Dies einzuhalten, wird noch wichtiger, da es keinerlei Wendemöglichkeiten für LKWs geben wird. Die Anwohner und Gewerbetreibenden in den genannten Bereichen werden zudem durch ein Anschreiben auch persönlich informiert.

„Wichtig ist uns, dass auch während der Maßnahme und der Vollsperrung alle Anwohner sowie die Gewerbetreibenden und Gastronomen erreicht werden können. Die fußläufigen Verbindungen bleiben bestehen, sodass beispielsweise die derzeit vorhandenen Liefer- und Abholservices erreichbar bleiben“, führt Wysocki weiter aus und ermutigt alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler die hier ansässigen Läden weiterhin zu unterstützen. „Wir ziehen die Vollsperrung extra vor, damit alle Läden, die jetzt bereits Einschränkungen haben, nicht mit neuen und weiteren Einschränkungen zu einem späteren Zeitpunkt zu kämpfen haben. Die Baustelle ist jedoch so angelegt, dass die Läden erreichbar sind“, so Wysocki.

Für die Zeit der Maßnahme bittet der Erste Stadtrat zudem den Paragraph eins der Straßenverkehrsordnung noch stärker zu beachten. „Die gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme ist in Zeiten von Sondersituationen im Verkehr noch wichtiger. Da sich durch die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung teilweise neue und ungewohnte Wege und Verbindungen ergeben, bitte ich alle Verkehrsteilnehmer dies besonders zu beachten“, so Wysocki abschließend.

 

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 31.03.2020:

Marktpavillon wird fit für höhere Frequentierung gemacht

Räumliche Trennung, mehr öffentliche Toiletten und Fassadenarbeiten

Nicht nur entlang der Frankfurter Straße wird im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts derzeit viel für die künftige Gestaltung der Innenstadt Bad Vilbels gearbeitet. Auch im Kur- und Burgpark gab und gibt es entsprechende Maßnahmen. Darüber hinaus wird zurzeit der Marktpavillon fit für eine höhere Frequentierung auch außerhalb der Marktzeiten gemacht. Noch im Juni sollen alle Maßnahmen fertiggestellt werden. Insgesamt investiert die Stadt hier rund 270.000 Euro.

Der Marktpavillon bietet unterschiedlichen Nutzern und Nutzungen Platz. So sind hier das Vereinsheim der Stadtkapelle und die Rock Akademie der Musikschule untergebracht. Während des Bad Vilbeler Markts haben die Marktmeister hier ihr Büro und auch die Sanitätskräfte sind dann im Marktpavillon untergebracht. Zum Pavillon gehört zudem eine Toilettenanlage. „Der Marktpavillon erfüllt viele Zwecke und ist für alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler ein Begriff. Für die künftigen Nutzungen wird dieser derzeit saniert und modernisiert. Künftig werden wir hier eine dauerhaft öffentliche Toilettenanlage vorfinden, die aufgrund ihrer Nähe zum geplanten Wasserspielplatz und zum Niddaradweg von vielen Menschen genutzt werden wird“, erklärt hierzu Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki.

Die neue dauerhaft öffentliche Toilettenanlage wird über je ein WC für Damen und Herren sowie eine Behindertentoilette verfügen. Während der Zeit des Bad Vilbeler Markts steht zudem dann auch noch die komplette Anzahl der Toilettenkabinen zur Verfügung, also sechs weitere WCs für Damen und Herren sowie sechs Urinale. „Der Basketballplatz sowie die Skateranlage in der Mulde sind stets gut besucht, der geplante Generationenpark mit Wasserspielplatz an dieser Stelle wird die Frequentierung noch einmal erhöhen. Es ist daher unabdingbar an dieser Stelle der Stadt auch eine öffentliche Toilettenanlage vorzuhalten“, führt Wysocki weiter aus.

Doch die Sanierung des Marktpavillons betrifft nicht nur die sanitären Anlagen. Die ver-schiedenen Nutzungsmöglichkeiten werden künftig strikter voneinander getrennt, um eine gleichzeitige und vor allem unabhängigere Nutzung zu ermöglichen. An der Fassade werden Ausbesserungen vorgenommen und sie erhält einen neuen Anstrich, zudem werden die Fenster ausgetauscht. „Des Weiteren erfüllen wir durch die Sanierung auch brandschutztechnische Auflagen und wir schaffen die Voraussetzung für die Bereitstellung von öffentlich nutzbaren WLan an dieser Stelle“, gibt der Erste Stadtrat bekannt.

Die komplette Maßnahme soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Vorgesehen war, dass der Marktpavillon auch während des Hessentags genutzt wird, von daher habe man den straffen Zeitplan vorgegeben, der bislang auch eingehalten wurde. „Auch diese Maßnahme zeigt, dass trotz Absage des Hessentags die Investitionen und Maßnahmen, die durch den Hessentag angestoßen wurden, nach und nach umgesetzt werden und unsere Stadt trotz der bedauerlichen Absage nachhaltig von diesem Investitionsprogramm für den Hessentag profitiert“, so Wysocki abschließend.

 

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 06.03.2020:

Baugasse wird umgestaltet und erhält neues Erscheinungsbild

Feuerwehrzufahrt während Maßnahme gewährleistet

Im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts sollen im ersten Schritt die Schützenhofstraße neu gestaltet und zwei Plätze für mehr Aufenthaltsqualität hergestellt werden. Die Arbeiten an der Straße und am Grünen Weg sind bereits im vollen Gange. Nun wird auch die Umgestaltung der Baugasse begonnen. Ab Montag, den 9. März rollen hier die Bagger.

Schon heute steht an der Ecke Baugasse/Frankfurter Straße ein Brunnen. Doch so richtiger Platzcharakter und eine angenehme Aufenthaltsqualität will nicht auftreten. Aus diesem Grund wird auch dieser Bereich im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts neu gestaltet. Die Maßnahme erfordert jedoch einige Umstrukturierungen während der Bauphase. „Die einfachste Variante für die ausführende Firma wäre eine Vollsperrung der Baugasse gewesen. Doch dann wäre die Feuerwehrzufahrt für den Mittelbau der Stadtschule nicht mehr gewährleistet gewesen. Aus diesem Grund müssen wir den Bereich zunächst neu strukturieren, bevor die eigentliche Maßnahme beginnen kann“, berichtet Erster Stadtrat Sebastian Wysocki.

Der Brunnen an der unteren Ecke der Baugasse wird zurückgebaut. „Wir benötigen während der gesamten Maßnahme eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3,50 Meter für die Feuerwehr. Dies erreichen wir nur, wenn wir den Brunnen zurückbauen, damit die Feuerwehr diesen Bereich befahren kann“, führt Wysocki weiter aus. Hierzu habe eine Begehung mit den Brandschützern stattgefunden.

Während also der eigentliche Straßenteil der Baugasse umgestaltet wird, können Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf dem Seitenstreifen fahren. Später wird die Baustelle dann umgelegt und der Seitenstreifen, samt Platz neu gestaltet, die eigentliche Straße wird dann befahrbar sein.

„Um eine Vollsperrung und damit eine Gefährdung zu vermeiden, müssen wir diesen Weg so wählen“, weist der Erste Stadtrat auf die Umstände hin.

Das Freiraumentwicklungskonzept wird in den kommenden Jahren den gesamten Bereich in und um die Frankfurter Straße betreffen und an verschiedenen Stellen für neu gestaltete Plätze und umgestaltete Wege sorgen. Außerdem werden auch die Gehwege in der Frankfurter Straße selbst im Zuge der Gesamtmaßnahme mit neuem Pflaster versehen. „Nach Beendigung der Gesamtmaßnahme werden wir einen Kernstadtbereich haben, der im neuen Glanz erstrahlen und für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen wird“, so Wysocki abschließend.

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 24.01.2020:

Aufhübschungskur für Frankfurter beginnt

Startschuss des Freiraumentwicklungskonzepts im Grünen Weg und der Schützenhofstraße

Die Arbeiten zur Umsetzung des Freiraumentwicklungskonzepts in der Frankfurter Straße und den Seitenstraßen haben begonnen. Den Start-schuss hierbei machen der Grüne Weg und die Schützenhofstraße. In den kommenden Wochen sollen hier die Straßenoberflächen neu gestaltet, Plätze angelegt und das Element Wasser gestalterisch eingebaut werden.

„Mit dem nun erfolgten Start der Umsetzung des Freiraumentwicklungs-konzepts beginnt ein Prozess, an dessen Ende die Frankfurter Straße und die Seitenstraßen sowie Stichwege zur Nidda in neuem Glanz erscheinen werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Straße zu steigern und den Menschen, die sich dann hier aufhalten werden, Begegnungsräume zu schaffen“, erklärt Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki den Hintergrund der Maßnahmen.

Zunächst werden im Bereich des Grünen Wegs sowie der Schützenhof-straße die Straßenoberflächen neu gestaltet. Zudem werden Platzbereiche angelegt, die später zum Verweilen einladen sollen. „Eine zentrale Rolle bei den Maßnahmen wird auch das Thema ‚Wasser‘ spielen. Bad Vilbel als Stadt der Quellen und Stadt an der Nidda identifiziert sich sehr mit dem Wasser und daher sind wir froh, dass wir dies auch hierbei umset-zen können“, freut sich Wysocki über den Beginn der Umsetzung des Konzepts. Auch in der Baugasse wird das Thema „Wasser“ aufgegriffen und gestalterisch umgesetzt.

Das Freiraumentwicklungskonzept war in den vergangenen Monaten unter Einbeziehung vieler Beteiligter geplant worden. Nun wird ein erster Teil bis zum Hessentag umgesetzt. „Nach dem Hessentag geht es dann weiter und es folgen größere Maßnahmen, wie beispielsweise die komplette Sanierung des Straßenbelags auf der Frankfurter Straße. Nach Fer-tigstellung werden wir im Herzen unserer Stadt eine neue Dimension der Aufenthaltsqualität erreichen“, ist sich Wysocki abschließend sicher, dass das Freiraumentwicklungskonzept ein Gewinn für Bad Vilbel wird.

 

Innenstadt

Die Straßen Markplatz und Frankfurter Straße in Bad Vilbel erstrecken sich parallel zur Nidda und bilden die Haupteinkaufsstraße Bad Vilbels. Sie sind als zentrale Versorgungsbereiche im Flächennutzungsplan des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main ausgewiesen. Auf einer Länge von fast einem Kilometer versammeln die beiden Straßen verschiedenste Angebote, von inhabergeführten Geschäften, Filialen bekannter Marken, Gesundheitsangeboten bis Gastronomie. Der Großteil der Bestandsbebauung entlang der Straßen Marktplatz und Frankfurter Straße setzt sich aus einer kleinteiligen, heterogenen Siedlungsstruktur zusammen, zum Teil durchsetzt mit Fachwerkhäusern und modernen Neuinterpretationen, die das Stadtbild Bad Vilbels prägen. Typisch sind hier 2-3 geschossige, bisweilen 4-geschossige, Wohnhäuser mit Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss, die das sozio-kulturelle und wirtschaftliche Versorgungszentrum der Stadt Bad Vilbel bilden. 

Die Stadt Bad Vilbel möchte mit einer Innenstadtoffensive die Aufenthaltsqualität vor allem für Fußgänger verbessern und die Frankfurter Straße enger mit Nidda-Ufer und Kurbereich vernetzen. Geplant ist die Attraktivierung der Straßen Marktplatz und Frankfurter Straße durch abwechslungsreiche Gliederung von Straßen- und  Platzfolgen sowie einem ‚Funktionsband‘ und neuen Oberflächenbelägen im Bereich der Gehwege und der Stichwege zur Nidda. Die Plätze sollen eine gemeinsame Gestaltung als erkennbare Einheit (Material, Möblierung) und Weiterführung des Belages über den Straßenraum hinweg erhalten, ergänzt durch Sitzmöglichkeiten. 

Am ‚Marktplatz‘, unmittelbar am historischen Rathaus und dem Brunnen- und Bäder-Museum gelegen soll das nördliche ‚Entrée‘ zur Innenstadt entstehen. Die Plätze am ‚Grünen Weg‘ sowie an der ‚Baugasse‘ sollen zum Verweilen einladen und den Besuchern der Innenstadt eine erhöhte Verweilqualität im sonst sehr beengten Straßenraum bieten.  

Weiter sollen die Verbindungen zum Nidda-Uferweg durch eine einheitliche Gestaltung aufgewertet werden. Ziel ist es den Kurpark sowie die geplante neue Stadthalle mit Hotel an die Einkaufsstraße attraktiv anzubinden.  Ausgebildet als Mischverkehrsfläche mit einem einheitlichen asymmetrischen Querschnitt soll die Wiedererkennbarkeit der Verbindungsachsen zum Fluss betont werden. Jedem Besucher soll so optisch signalisiert werden, dass diese Straßen zum Fluss und dem Kurpark führen, 

Zudem soll die Aufenthaltsqualität durch einen neuen Oberflächenbelag auf den Gehwegen erhöht werden. Zugleich soll mit Hilfe eines Funktionsbandes in dem sich Ausstattungselemente, wie z.B. Wassersprudel, Sitzelemente, Papierkörbe, Pflanzkörbe, Informationsstelen etc . wiederfinden, die Aufenthalts- und Verweilqualität merklich erhöht werden und zugleich das Straßenbild in einer einheitlichen Optik gestaltet werden. 

Unterteilt ist die Einzelmaßnahme in drei Bauabschnitte. 

Der erste Abschnitt umfasst die Gestaltung der Plätze ‚Marktplatz‘, ‚Grüner Weg‘ und ‚Baugasse‘, sowie der der Schützenhofstraße. Dieser Bauabschnitt soll bis April 2020 realisiert sein. 

Der zweite Abschnitt umfasst die vier verbleibenden Stichstraßen, der Wiesengasse, Hasengasse, Wasserweg und Schmiedsgasse. Er soll ab Sommer 2020 realisiert werden.

Der dritte Abschnitt wird die bisher nicht attraktivierte Frankfurter Straße umfassen. Hier soll das Funktionsband mit entsprechenden Ausstattungselementen etabliert sowie die Oberflächenbeläge der Gehwege ausgetauscht werden. Dieser Bauabschnitt soll 2021 begonnen werden. 

Die Unterteilung in mehrere Bauabschnitte ist wichtig, da aufgrund des engen Straßenquerschnitts, des hohen Fußgänger- und Verkehrsaufkommens aus logistischen Gründen Teilabschnitte gebildet werden müssen, um auch den Handel nicht über Gebühr durch die Bautätigkeit zu belasten. 

1. Abschnitt:

Marktplatz: Auftakt mit Baumreihe an Brücke, der Fokus soll im Bereich Brunnenmuseum / hist. Rathaus mit Aufenthaltsattraktivität am Brunnen liegen. Der Abbruch bzw. die Umsetzung von Ausstattungselementen wie Telefonzelle, Gitterbänke etc. ermöglicht die Einbindung in das geplante Funktionsband.
Grüner Weg: Etablierung des neuen Aufenthaltsbereichs mit Sitzgelegenheiten (Außengastronomie möglich), Neuordnung der Infrastruktur durch Ergänzung Wasserbecken und eines Elementes fließendes Wasser und Abbruch der vorhandenen Telefonzelle. Ersatz von 7 PKW-Stellplätzen durch ca. 16 Fahrrad-Parker.
Baugasse: Umgestaltung des Brunnens, Berücksichtigung  eines Elementes fließendes Wasser, Reduzierung der PKW-Stellplätze, Schaffung neuer Sitzmöglichkeiten.
Schützenhofstr.: Die Schützenhofstraße soll als Mischverkehrsfläche mittels einheitlichen Regelquerschnitts hergestellt werden. Es soll eine einheitliche Verbindung durch die Gestaltung, später auch mit dem zweiten Bauabschnitt zwischen Frankfurter Straße und Niddaufer geschaffen werden. Die benannte Stichstraße ist durch den angrenzenden Steg eine wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Kurpark.

2. Abschnitt:  

Die verbleibenden Stichstraßen (Wiesengasse, Hasengasse, Schmiedsgasse, Wasserweg) sollen als Mischverkehrsfläche mittels eines einheitlichen Regelquerschnitts hergestellt  werden. Sie bilden ein einheitliches Wiedererkennungsbild der verkehrlichen Anbindung von Frankfurter Straße und Niddaufer.

3. Abschnitt:

Die im Straßenraum vorhandene Infrastruktur soll im „Funktionsband“ konzentriert werden. Ausstattungselemente, wie z.B. Wassersprudel, Sitzelemente, Papierkörbe, Pflanzkörbe, Informationsstelen, Pollern etc. sollen hier konzentriert werden und ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleisten. Die Ergänzung von Baumrosten soll eine bessere Nutzbarkeit der Flächen gewährleisten. Auch soll der Belag der Gehwegflächen komplett erneut werden, um gemeinsam mit den Plätzen ein attraktives Erscheinungsbild der zentralen Einkaufsstraße zu gewährleisten umso Handel, Gastronomie und die Aufenthalts- und Verweilqualität für die Besucher und Bewohner zu verbessern. 

Parallel hierzu wird der Niddauferweg auf der linken Flusseite neu gestaltet. Die vorhandene Wegbreite von ca. 1,80m - 2,50m ist für eine gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Radfahrern nicht ausreichend breit. Zudem ist die vorhandene Oberfläche teilweise in einem schlechten Zustand bzw. entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen im Sinne der Ebenheit und Barrierefreiheit. Der heutige Weg ist nicht mit barrierefreien Leitelementen ausgestattet. Aufgrund der zentralen Lage außerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes und den direkten Verbindungen zur Frankfurter Straße (Stadtzentrum, Einkaufen etc.) hat der stadtseitige Niddauferweg eine hohe Netzbedeutung innerhalb der Kernstadt. Durch den geplanten Ausbau soll eine deutliche Verbesserung für eine gemeinsame Nutzung des Weges für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Gleichzeitig mit der Verbreiterung des Weges sind auch eine Neuordnung der Grünflächen, eine teilweise Sanierung der angrenzenden Stützmauer sowie die Einrichtung von entsprechenden Aufenthaltsflächen mit Sitzmöglichkeiten, Tischen, Fahrradständern etc. zu Nidda hin vorgesehen.